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Glanz ſcheint dem Mittelſtein dieſer Arabeske zu ent⸗ ſtrömen! wahrlich es iſt ein Kohinvoor im Kleinen,“ ſagte Fräulein von Arnfeld, die ſich auf ihre Gelehr⸗ ſamkeit nicht wenig einbildete, indem ſie auf die koſt⸗ bare Bruſtnadel zeigte.
„Aber auch die Faſſung iſt ſehr merkwürdig,“ be⸗ merkte Herr von Blacha,„es iſt keine moderne Arbeit; achten Sie nur auf das feine Gitterwerk des Metalles, dem die Diamanten eingefügt ſind, meine Damen. Sollte man nicht meinen, es ſei aus der Werkſtatt eines Benvenuto Cellini hervorgegangen? Albert!“ rief er nach dem anderen Ende des Saales hinüber,„kommen Sie einmal hierher und erzählen Sie uns, wie Sie in den Beſitz dieſes Meiſterwerks gelangt ſind.“
Der junge Kaufherr hatte die ganze Länge des Saales zu durchſchreiten, um zu dem kleinen Nebenge— nach zu gelangen, in dem ſich die Damen befanden. Aller Augen waren auf ihn gerichtet. In der Auffor⸗ derung Blacha's, ſo einfach ſie klang, ſchien ſür die einmal erweckte Neugierde ein Zauber des Geheimniſſes zu liegen, das um ſo mächtiger wirkte, je glänzender der Gegenſtand war, an den es ſich knüpfte. Lang⸗ ſam, den Kopf ein wenig geſenkt, wie es ſeine Ge⸗ wohnheit war, näherte ſich Albert; ein eigenthümliches Lächeln ſpielte um ſeine Lippen. Er ſah den alten


