Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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ſagen, ob ſein Haar braun oder blond wäre. Er mochte etwa dreißig Jahre zählen, hatte ein offenes Geſicht mit klugen grauen Augen und einem fein ge⸗ ſchnittenem Munde. Wenn nicht ſein Name, ſo war doch ſeine Freigebigkeit fürſtlich. Dem Kutſcher und dem Diener, die ihn von der nahegelegenen Eiſenbahn⸗ ſtation nach dem Schloſſe geführt, hatte er mit je einem blanken Goldſtück die kleine Mühewaltung ge⸗ lohnt. Beſcheiden und doch voll ruhigen Selbſtbewußt⸗ ſeins, hatte er die entgegenkommende, faſt ängſtliche Höflichkeit ſeines zukünftigen Schwiegervaters erwidert; ſeiner Braut gegenüber bewahrte er eine gemeſſene, ritterliche Zurückhaltung, die ſich in den Augen ihrer nächſten Freundinnen durch das Geſchenk eines koſt⸗ baren Brillantſchmuckes in die liebenswürdigſte und überzeugendſte Beredtſamkeit verwandelte. Auch darin konnte man einen Beweis für das Zartgefühl des Bräutigams finden, daß die zwei Trauzeugen, die er ſich, elternlos wie er war, aus ſeinen Bekannten in der Hauptſtadt gewählt hatte, altadelige Namen trugen; von ſeiner Seite ſchien Alles angewandt und verſucht zu werden, um der jungen Gräfin den erſten ſchweren Schritt aus ihrem bisherigen Leben in ein anderes zu verſüßen. Als von einem Vetter der Familie, dem jungen Ulanenlieutenant Hans von Hochberg, in etwas