Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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Stirn jagte, Gott weiß es, wie wenig mein Character zu beiden Rollen paßt!

Mein Herr, unterbrach ihn die Vieomteſſe, Sie entſchuldigen ſich, ohne noch von mir eines Unrechts angeklagt zu ſein. Weshalb ſetzen Sie Tadel voraus, wenn ſich meine Lippen doch uͤberall noch zu keinem einzigem Worte oͤffneten.

O, bat er, die Hand, welche die ihrige nicht zu faſſen wagte, feſt gegen die Bruſt druͤckend, ſpielen Sie in dieſem Augenblick nicht mit ei⸗ nem Menſchen, dem es noch zu neu iſt, ſich von einer Seite angegriffen zu ſehen, wo er hoffen konnte, keine Bloͤßen zu geben. Wenn eine be⸗

wegte, tolle Maſſe, fuhr er fort, im ungeſtilltem

Aufruhr, ungeregelt hier und dorthin ſchwankt, vom Sturm der Leidenſchaft getrieben, achtlos verletzt, und das losgebundene Thier im Men⸗ ſchen irgend eine Beute ſucht— ich kann es verzeihen, ja, ich kann mitleidig auf die Ge⸗ taͤuſchten, die Gemißbrauchten ſehen, doch wenn der feine Sinn, das denkende Gemuͤth, ein gu⸗ tes Herz mich voͤllig mißverſtanden, wenn Ehre und Wahrheit ſo kalte Freunde wurden, daß ſie

mich u wiſſen, chen, d liebe!

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