Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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— 384— Vald, liebe, gute Schweſter, ſahe ich Haus und Garten, den breiten Strom, und in eini⸗ ger Entfernung, die runden, an einander haͤn⸗ genden Bergkuppen, mit ihren weißlichen Dunſt! die Bruſt flog mir ungeſtuͤm, Thraͤnen floſſen aus meinen Augen, bleich und zitternd lag ich wenige Minuten ſpaͤter, in den Armen unſrer guten, liebenswuͤrdigen Großmutter.

Sie ſahe erſt mich, dann den Baron an. Iſt ſie denn im Stande geweſen, fragte ſie die⸗ ſen, die Anſtrengungen der Reiſe zu ertragen? Nun laͤchelte er, Sie zweifeln nicht, denke ich, daß Fraͤulein Cecilia lebt. Ich habe ſie, fuͤgte er hinzu, allen ſchlimmen Prophezeiungen zum Trotz, dem Tode abgekaͤmpft, und meiner alten Methode Glauben verſchafft, daß es hinreiche, geſund ſein zu wollen, um es zu werden.

O ich weiß, verſetzte die liebe Frau, Sie raͤumen der Willenskraft bei manchen Gelegen⸗ heiten eben ſo viel Gewalt ein, als Sie in an⸗ dern Fäͤllen geneigt ſind, dem Einfluß der Um⸗ ſtaͤnde die Oberherrſchaft zuzugeſtehen. Wahr⸗

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