Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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Mechaniſch ließ ſie die Finger mit ſeinem Haar ſpielen, rollte die Loͤckchen auf und ab, ſtreichelte ihm abwechſelnd Wangen und Stirn, und ſchlief faſt mit dem muͤden Knaben ein. Ein raſches, kurzes Klopfen an die Thuͤr, ſchreckte ſie indem unerwartet auf. Sie fuhr in die Hoͤhe. Robert ſtand ſchnell auf beiden Fuͤßen, und hatte, Herein! gerufen, noch ehe ſich Apho⸗ diſe beſinnen konnte. Unbeſonnener! ſchalt ſie ihn, als das Schloß aufſprang, und ein Land⸗ mann, dem Anſehen nach auf Bothſchaft ge⸗ ſandt, eintrat. Er gruͤßte eilig, indem er den breiten dreieckten, etwas hinten hinuͤber ſitzenden Hut, nur eben hob, und den Kopf unmerklich neigte.

Aphodiſe hatte ſich in die Hoͤhe gerichtet, ohne auf zu ſtehen. Sie begleitete ungewiß des Mannes Blicke, die unter dickem, kraus abſte⸗ hendem, Haar, von roͤthlicher Farbe, ſcharf und ſchnell im Zimmer umherſahen. Sie hatte nicht den Muth, ihn nach ſeinem Begehren zu fra⸗ gen, und er ſelbſt ſchien abſichtlich damit zuruͤck zu halten. So blieben ſie einige Augenblicke.

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