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—-— 36— dem Willen des Vaters abzuhangen, ſcheuete ſie fremde Herrſchaft. Magdelene war wohl gut, aber doch alt, von wechſelnder Laune, und dem einfachen Maͤdchen oft ganz unverſtaͤndlich.
Aphodiſe hatte ſich in den Sorgenſtuhl ihres Vaters am Kamin niedergeſetzt. Sie verlor ſich zwiſchen den breiten, mit dunklem Leder gepol⸗ ſterten Armen. Wie eines der truͤben Woͤlkchen, die ſonſt des nachdenklichen Collas Stirn um⸗ zogen, lag ſie jetzt, bleich und geiſterartig auf ſeinem Sitze.
Robert war es muͤde geworden ihr zu er⸗ zaͤhlen. Er ſpielte mit allerlei, ihm zur Hand gekommenen, Kleinigkeiten. Es war denn am Ende auch Zeit hingegangen. Die kurzen, win⸗ terlichen Tage ſanken ſchnell hinunter. Der Abend dunkelte. Im Zimmer war es noch fruͤ⸗ her zu ſpuͤren, als draußen. Dem Knaben ge⸗ fiel es hier nicht ſonderlich. Er wußte zuletzt nicht mehr, was er machen ſollte. Mit einem tiefen Seufzer kehrte er zu dem ſtummen Maͤd⸗ chen zuruͤck, ſetzte ſich ihr zu Fuͤßen, und legte verdruͤßlich den Kopf in ihren Schoos.


