Teil eines Werkes 
2. Th. (1824)
Entstehung
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Magdelene fuhr uͤberraſcht, wie von dem Eiſe boͤſer Ahndung brruͤhrt, zuſammen; drauf ergriff ſie aber unvorzuͤglich der beiden Kinder

Haͤnde, zog ſie mitten in das Zimmer hinein, und hier vor ihnen ſtehen bleibend, rief ſie, die klugen Augen pruͤfend auf ſie gerichtet: Was habt Ihr? was iſt geſchehen? ſagt es nur rund heraus, iſt die Nachtwandlerin ertappt? Iſt der verbotene Handel entdeckt? Weiß die Vicomteſſe darum? Sprecht doch, ſprecht! was ſtehet Ihr denn da wie zwei Salzſaͤulen, und ſtarrt mich an, als ſchwatze ich im Traume?

Juliette verzog keine Mine. Ihr Auge wandte ſich gegenſtandslos von einer Ecke des Stuͤbchens zur andern, mechaniſch dreheten die blaſſen kalten Finger mit ihrem Schuͤrzenbande, indeß Aphodiſe beide Arme erſchrocken ſinken ließ, und ganz benommen vor Angſt und Ungewiß⸗ heit die heftig Redende anſtarrte. Um Gottes Willen, Dame Magdelene, ſtammelte ſie endlich, unter abgeſetzten Athemzuͤgen, was faͤllt Euch ein? Was wollt Ihr von der armen kranken Juliette? Ei Du guter Gott, fuhr ſie geſam⸗

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