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ohne mich zu beſchaͤftigen. Ich bringe meine Tage damit hin und mache mir am Abend weiß, ich habe meine Angelegenheiten geordnet, mich mit dem Nothwendigſten bekannt gemacht, und ſei eigentlich fleißig geweſen.
Zuweilen faͤllt mir, auf kleinen Blaͤttchen, die Handſchrift meiner Mutter in die Haͤnde, Es ſind meiſt nur haͤusliche Notizen, ſelten mehr als Berichte ſolchen Inhalts an meinen Vater, waͤhrend kurzer Abweſenheiten des Letz⸗ tern. Sie ſcheint ſehr gewiſſenhaft und von ernſtem, feſtem Gemuͤth geweſen zu ſein. Ihre Worte athmen beſcheidene Zuruͤckhaltung, doch ſind ſie nicht kalt oder fremd zu nennen. Im Gegentheil, es durchwehet ſie tiefe Innigkeit. Mich ergreifen ſie ſeltſam. Es durchzuckt mich aͤngſtlich, meine Bruſt wird beklommen, mir iſt, als ſei ich in einem großen, praͤchtigen Zimmer ganz einſam, der Mond ſcheine zu hohen Fen⸗ ſtern hinein, und dieſe Sonne der Nacht, deren wehmuͤthiges Licht uns nur das oͤde Grau der Schattenwelt zeigt, ziehe mit feuchtem Blick voruͤber. Werner, iſt es der Geiſt meiner


