— 9— nichts, und zu gewinnen wuͤßte ich noch weni⸗ ger. Du ſiehſt, wie unentbehrlich Du mir im Weſentlichen biſt. Ich dachte deshalb auch ſeit⸗ her oͤfter daran, Dich hieher zu mir einzuladen. Allein, einmal reißt Du Dich wohl kaum da los, wo Du biſt, und dann— lache nicht— aber es iſt mir ganz nothwendig, jetzt allein zu ſein. Du weißt, wie die Unordnung meines Weſens zu Zeiten vor dem Chaos ſtutzt, das ſie ſelbſt erzeugte, und dann willig dem Geſetzlichen weicht, hinter welches das erſchrockene Innere fluͤchtet. Du kennſt eben ſo die ſyſtematiſche Aengſtlichkeit, die mir in ſolchen Perioden inne wohnt. Und wie dann nichts ſtrenge, nichts ge⸗ meſſen genug in der planmaͤßig geregelten Le⸗ bensweiſe fuͤr mich ſein kann. Ich weiß ſelbſt nicht, fuͤhrt das in mir zu etwas? oder nicht? aber ich leugne es nicht, mir iſt beguem in dem ruhigen Sein, ich trete ungern heraus.
Werner, wenn ich noch einmal ein trockner Philiſter wuͤrde, und alles ſchaͤumende Brauſen der wilden, ungeſtuͤmen Wuͤnſche nichts, gar nichts bedeutete, das Blut es waͤre, und nicht
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