Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
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ſchen drohte, von Neuem auffriſchen, ihren dunklen zweideutigen Sinn entraͤthſeln, um den Zuſammenhang, der durch das Epos des Krie⸗ ges zerriſſen ſchien, wieder zu gewinnen und die loſen Haͤlften meines Innern zuſammenzu⸗ heften. Muͤhe hat es gekoſtet und koſtet es noch jetzt, denn noch immer klingt's wie Gei⸗ ſterſtimmen um mich, mich in den Zauberwald lockend, wo mir der heilige Sinn des Lebens aufgegangen, und aus dem uͤbergoldeten Ker⸗ ker blick' ich ſehnſuchtsvoll in das Bluͤthenleben zuruͤck, das jetzt wie ein ſuͤßes Traumland hin⸗ ter mir liegt und nur durch Erinnerung zur Wahrheit wird. Die ſchoͤne Zeit kindlicher, frommer Begeiſterung iſt voruͤber, nur ihre Geſaͤnge toͤnen aus dem Abendroth eines ver⸗ ſcherzten Lichtreiches in die Daͤmmerung der Gegenwart heruͤber, und waͤhrend ſie ſelbſt ſich auf oͤtheriſchen Schwingen zum Urquell der Liebe erheben und ein ſeliges Leben in ſich tragen, wie der Phoͤnix, der verklaͤrt aus ſei⸗ ner Aſche ſteigt, ſind ſie uns zu Schwanenlie⸗ dern geworden, da man ihre Rhapſoden an Ketten legt. An dem Brennpunkt der Leiden⸗ ſchaft iſt die zarte Bluͤthe welk geworden, die einſt mit ihrem Duft die Millionen erquickte,