Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
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zu ſeyn. Ueber 600 Weinfuaſchen, die mit dem Kopf und Hals im Sande geſteckt hat⸗ ten, ſo wie ſich bei aͤhnlichen Gefahren der Strauß verkriecht, lagen hingeſtreckt und ihr Geiſt war entflohen So, geneigter Leſer! wechſeln im Kriege die Tage Auf Blut folgt Wein; wen heute der kalte Brand verſchont, trifft morgen der heiße; waͤhrend Hunderte in die eiſige Erde ſinken, ſinken hundert Andre dem Bachus in die Arme. Tod und Leben, Schmerz und Freude, Mangel und Ueberfluß, Opfer und Genuß wirft der Krieg ſo wunder⸗ lich durch einander, daß man kaum zur Beſin⸗ nung kommen kann.— Dieſe Freude glaubten wir noch erhoͤht, als uns gegen Abend die Nachricht wurde, daß wir ein Nonnenkloſter zum Nachtquartier erhalten wuͤrden. Das war uns Allen auch etwas ganz Neues, und ſchon im Geiſte, in dem zweifachen, eignen und fremden, weideten wir uns an den zittern⸗ den Jungfrauen, die unter ihren Andachts⸗ uͤbungen ſelbſt hinter hohen Mauern der Laͤrm des Lebens nicht verſchonen ſollte. Aber wie wurden wir getaͤuſcht! Zwar trafen wir Non⸗ nen an, aber verſteinte, wahre Mumien, die ihre Roſenzeit in grauer Daͤmmerung hinter

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