Land der Proſa.
Es gleicht einer wirthſchaft⸗ lichen, reinlichen, thaͤtigen Hausfrau, die die Augen uͤberall hat, nur nicht am Himmel, die zwar alle Achtung verdient, aber weder Liebe einfloͤßen noch empfangen kann. Waͤhrend der Geliebte ſie beſingt, buttert und kaͤſt ſie. Der Verſtand, dieſer Polizeiinſpektor der Erde, dieſe Brille fuͤr alle irdiſchen Gegenſtaͤnde, herrſcht
hier uͤber den Glauben, und die Liebe wie die
himmliſche Hoffnung verkuͤmmern, weil ſie nicht zu den Colonialwaaren gehoͤren, die dem Hol⸗ laͤnder gute Tage verſchaffen. Was man ſonſt von der Reinlichkeit der Hollaͤnder erzaͤhlt, gilt nur von dem Reichen und Wohlhabenden, und iſt auch bei dieſem mehr geziert, als wahrhaft im Innern erzeugt und mit dem ganzen Leben verwachſen. Ich habe davon mannigfache Er⸗ fahrungen gemacht. Der Sinn fuͤr Reinlich⸗ keit muß ſich in Allem, was man denkt, ſpricht, thut und treibt, ausdruͤcken, nicht aber auf einzelne Gegenſtaͤnde gerichtet ſeyn. Nur im erſtern Fall iſt er wahr, ſonſt eine Luͤge. So iſt z. B. die Sitte, Spucknaͤpfchen auf die Ta⸗ fel zu ſetzen,(eine Sitte, die man ubrigens bei dem Vornehmen nicht mehr antriffl), wi⸗ drig und ekelhaft, und macht die Reinlichkeit


