Teil eines Werkes 
2. Th. (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9 halten hatte, um es mit Gewalt zu zwin⸗ gen, ſich freiwillig unter die Fahnen zu ſtellen, und ſich nicht erſt lange zu ſperren und zu zieren. Es kam dabei ebenfalls zu blutigen Auftritten. Dergleichen Verirrungen, wo die zum Bewußtſeyn gekommene Kraft die Schran⸗ ken der Geſetzmaͤßigkeit uͤberſprang, koͤnnte ich Ihnen noch mehrere anfuͤhren, aber Sie ſehen aus den angefuͤhrten ſchon, was von einer ſol⸗

chen wahrhaften Entzuͤndung des Lebens zu er⸗

warten iſt, wenn ſie den Feind gegenuͤber hat. Sie iſt wahrlich noch ſehr noͤthig, wenn nichts Halbes gethan, ſondern ein dauerhafter Friede errungen werden ſoll. Und daß dieſer ſchon jetzt nahe ſey, kann wohl Niemand glauben, der Napoleon und ſein Volk kennt. Im Ge⸗ gentheil wird es noch gewiß zu recht blutigen Schlachten kommen, eh' Paris uns die Thore oͤffnet. Moͤge der Himmel geben, daß ich den Tag erlebe, der gewiß, wenn auch noch nicht bald, mit ſeinem ſegnenden Lichte uͤber das be⸗ ſreite Europa anbrechen wird.

Zur Cavallerie werde ich uͤbrigens, mein Theuerſter! nicht uͤbergehen. Sie nennen den Reiterdienſt bequemer, und wer weiß wie Viele