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unſern Marſch auf Weißenfels. Auf dem Schlachtfelde bei Luͤtzen hielten die verſchiednen Regimenter einige Augenblicke ſtill, ſie dem Andenken des großen Koͤnigs zu widmen, der hier bekanntlich fuͤr das proteſtantiſche Deutſch⸗ land, oder beſſer fuͤr ſeinen Glauben, ſeinen erhabnen Geiſt aushauchte. Eine kurze Rede unterrichtete hievon den Unwiſſenden, eine tiefe feierliche Stille folgte, darauf wurde von der Regimentsmuſik ein Choral geſpielt und ſchwei⸗ gend zog die Armee durch die unabſehbare, zum Schlachtfelde ſich recht eignende Ebene zur Saale hin. Mit wunden Fuͤßen ſchleppte ich mich noch bis zu dem beruͤhmten Dorfe Roßbach, wo wir faſt Alle im unergruͤndlichen Kothe ſtecken blieben. Jetzt konnte ich nicht weiter. Ich mußte nothgedrungen zuruͤckbleiben, entweder um meine Stiefeln umzutauſchen, oder in ir⸗ gend einer Stadt ein Paar neue machen zu laſſen. Aehnliches und noch wohl ein aͤrgeres Schickſal hatten zwei Freunde, die ebenfalls zuruͤckblieben. Hinkend legten wir den Tag zwei Meilen zuruͤck und waren endlich ſo gluͤcklich, in dem Staͤdtchen Laucha uns neu und bequem geſtiefelt zu ſehen. Dennoch waren wir nicht im Stande, die Armee, die eilig vorruͤckte,


