Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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einzuholen. Wir wurden alſo ſogenannte Ma⸗ rodeurs, d. h. Soldaten, die auf ihre eigne Hand leben und ſich ſelbſt Quartier verſchaf⸗ fen. Als ſolche kamen wir eines Tages in ein thuͤringiſches Dorf, das unweit der Landſtraße lag, und uns noch Lebensmittel, die in den auf der Militairſtraße liegenden Doͤrfern fehl⸗ ten, darzubieten ſchien. Hier wurde ich ploͤtz⸗ lich aus einem Oberjaͤger ein Juſtizamtmann. Denn kaum hatten wir das Dorf betreten, ſo kam uns eine nette, junge Frau entgegen und bat uns dringend um Huͤlfe. Wir verwieſen ſie an den Schulzen, aber der war ſamt den andern Honoratioren des Dorfes gefluͤchtet und die Gemeine war in dem Augenblick verwaiſt. Es handelte ſich um einen Diebſtahl, den die Preußen begangen haben ſollten, beſtehend in Friesroͤcken und Frauenhemden. Die einer al⸗ ten Gevatterin und Nachbarin anvertrauten Sachen in einem wohl verſchloſſnen Koffer, der nicht die geringſten Spuren aͤuß'rer Verletzung zeigte, waren unſtreitig von der Alten ſelbſt bei Seite gebracht. So viel war uns ſogleich klar, denn Soldaten ſchleppen ſich nur ungern mit Friesroͤcken. Ich ließ Jene alſo kommen, ſie hatte ein abſchreckendes Aeuß're und waͤre