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Thraͤnen in ihre Augen trieb. Wurde es mir ir⸗ gend klar, daß der Geiſt Gottes uns beſeelte, daß eine hoͤhere Liebe mit der unſrigen war, ſo war es hier. O, wie haͤtten ſie denn ſonſt ſo ruhig und freudig dulden koͤnnen! Inſonderheit ruͤhrte und erhdb mich das Verhalten eines meiner Freunde, eines gewiſſen B**, der, hoͤchſtens ſiebzehn Jahr alt, mit mir bei demſelben Detachement ſtand. Sein aͤlterer Bruder war im Regiment Chirur⸗ gus. Beide Bruͤder liebten ſich treu und zaͤrtlich, und brachten ſich oft gegenſeitig die groͤßten Opfer. Alle Schlachten hatten ſie bisher gluͤcklich mitgemacht. Beim Sturm von Leipzig verloren ſte ſich Beide aus dem Geſicht und Jeder ging ſeinem Berufe nach. Der juͤngere Br** wurde in der Vorſtadt gefaͤhrlich verwundet und blieb liegen, waͤhrend wir Andern weiter vordran⸗ gen. Einige Zeit darauf kommt der aͤltere, der Chirurgus, eiligen Laufes dieſelbe Straße und wird von einem Buͤrger dringend gebeten, in ſein Haus zu kommen, um einen Verwan⸗ deten zu verbinden.„Ich habe keine Zeit, lie⸗ ber Freund!“ antwortet ihm dieſer,„ſo gern ich helfen wollte; denn ich muß nothwendig zu meinem Regimente, wo ich gewiß ſchon ver⸗ mißt werde.“ Doch der Buͤrger laͤßt mit Bit⸗ 15


