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Leipzig ſelbſt lag voller Garden, und daher hatten wir freilich keinen Platz mehr daſelbſt. Waͤre daher nicht jeder Einzelne durch gemachte Beute in den Stand geſetzt worden, Staͤrkung und Labung in der Stadt zu ſuchen, ſo wuͤrden wir die drei Tage ein hoͤchſt elendes Leben ge⸗ fuͤhrt haben, weil die Verpflegung nur ſehr noth⸗ duͤrftig war. Unſre Magazine waren noch in Eulenburg. So aber kuͤmmerten wir uns we⸗ nig darum. Dagegen hatten die verwundeten Franzoſen ein hoͤchſt trauriges Loos. Niemand kuͤmmerte ſich um ſie. Ich ſah einen Ungluͤck⸗ lichen, der den Arm in einer Binde trug, ob⸗ gleich er nur noch an einigen Nerven hing. Schon war der kalte Brand hinzugeſchlagen und der ganze Arm kohlſchwarz. Wie bewußt⸗ los ſchlich der Leidende einher, an rohem Pfer⸗ defleiſche nagend. Rußlands Scenen erneuerten ſich hier. An todten Pferden ſah ich Manche liegen und Mahlzeit halten, und Andere ſuch⸗ ten den Hafer aus Pferdemiſt und ſchluckten ihn gierig hinunter. Vor den Thuͤren, auf öͤf⸗ fentlicher Straße lagen ſie halbnackt und blu⸗ tend, ohne Samariter zu finden. Kalt und gleichguͤltig ſchlichen die Hausbewohner uͤber ſie fort und wuͤrdigten ſie kaum eines Blickes,
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