Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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gewoͤhnt, als daß es nicht den Krieger bekla⸗ gen ſollte, der nach ſeinem Tode in der Feld⸗ ſchlacht, nackt, vielleicht an ſeinen Moͤrder feſt gebunden, in die kalte Erde geworfen wird, um ſie ein halbes Jahrhundert hindurch zu duͤngen. So gern ſich der Blick hiervon fort⸗ wendet, ſo giebt es doch rohe Seelen genug, die die Neugierde treibt, Scenen der Art auf⸗ zuſuchen. Ich habe in Leipzig Frauen geſehen, deren Anzug wenigſtens Wohlſtand verrieth und auf Bildung hindeutete, die an den Ar⸗ men ihrer Maͤnner die Spaziergaͤnge der Stadt beſuchten, um die Todten zu beſichtigen. Oft wurden die nackten Todten von ihnen um⸗ gewendet, um ihre Todeswunden zu ſehen, und wenn ſie ſich denn auch wohl ſchaudernd da⸗ von fortwanden, ſo fiel ihr Blick doch im Au⸗ genblick darauf auf ein anderes Opfer, das nicht beweint, ſondern nur beſichtigt wurde. Zur Ehre der Leipziger Frauen will und muß ich glauben, daß der aͤußere Schmuck dieſer Neugierigen nicht ein Beweis von ihrem wuͤr⸗ digen Standpunkt in der Geſellſchaft geweſen ſey. Sie moͤgen wohl zu der verworfnen Klaſſe gehoͤrt haben, die gegen ihren eignen Koͤrper keine Achtung haben.

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