Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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erwar⸗ Tagen

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als der Anblick einer ſolchen Beerdigung. Die nackten Leichname werden je zwei und zwei zuſammen gebunden, auf einen Schubkarren geladen und in eine große Grube geworfen, die mit Kalk und Erde bedeckt wird, wenn ih⸗ rer dreißig bis vierzig darin, Freund und Feind einander in den Armen, liegen.

Niemand druͤckt hier den Armen das Auge zu, es ſtarrt gebrochen das feindliche Leben an. Niemand giebt ihnen ein Liebeszeichen mit, nur Kalk wird hinterher geworfen, um ſie ſchnell in Staub und Aſche aufzuloͤſen. Niemand folgt ihrer fremden Bahre, als hoͤch⸗ ſtens eine Thraͤne des Mitleids, nicht dem Todten, denn wer kennt ihn? ſondern dem Looſe des Kriegers geweint. Kein Glockenge⸗ laͤut erſchallt, kein Sterbelied begleitet ihr Hin⸗ abſinken. Es iſt, als geſchehe etwas ganz all⸗ taͤgliches, ſo gleichguͤltig gehen die Menſchen voruͤber und ihren Geſchaͤften nach. Mag der Krieg, dies große Schachſpiel, eine ſolche Be⸗ handlung der Todten nicht nur entſchuldigen, ſondern auch verlangen, es empoͤren dennoch dieſe Scenen, wenn man der Feierlichkeiten gedenkt, die eine Beerdigung im Frieden ver, anlaßt. Zu ſehr iſt ein weiches Herz daran

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