ſterte. Der fruͤhere Beſitzer war ein franzoͤſi⸗ ſcher Oberſter geweſen und beim Sturm auf Leipzig geblieben. Wir fanden unter andern viele Briefe ſeiner Gattin an ihn, die die in⸗ zigſte Liebe und Zaͤrtlichkeit athmeten, die ihn beſchworen, ſich, ihres kleinen Louis und der zarten Adele wegen, zu ſchonen, und ihr nicht noch mehr Ungluͤck und Elend zu bereiten, da ſie ja ſchon drei Bruͤder im Kriege verlo⸗ ren.“ Wie bedauerten wir das arme Weib! Ihr Gatte war erſchlagen, ihre Briefe, ge⸗ wiß ein Heiligthum fuͤr ihn, waren in den Haͤnden fremder Menſchen und ihre Hoffnun⸗ gen vernichtet. Wahrlich, im dem Augenblick trat der Krieg wie ein blutig Geſpenſt vor unſer Auge, das uns mit Schauder und Ent⸗ ſetzen erfuͤllte. Voll Wehmuth betrachteten wir die Briefe unſrer Aeltern und Freunde, und ſahen ſchon im Geiſte unſer Grab vor uns und die Briefe zu Patronen verbraucht.
Eine Einquartirung, die wir beſtimmt erwar⸗ tet hatten, wurde uns in den folgenden Tagen nicht. Wir lagen draußen im Freilager, dicht beim Schindanger, und mitten unter todten Men⸗ ſchen und Pferden, die erſt den dritten Tag eingeſcharrt wurden. Nichts iſt ſchrecklicher,
als d nackt zuſan gelahe die m ter d einan 9
3u, an. mit, ſſe ſ Niem ſtens Todt Looſe laͤut abſint taͤglich voruͤb Krieg handl ſonder dieſe gedeng anlaßt


