Teil eines Werkes 
1. Th. (1823)
Entstehung
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Wille ſtatt der That gelten. Doch lief der Feldzug nicht ohne Blutvergießen ab, da ſich zu dem erhitzten Sinn der Schaaren die un⸗ gemeine Freigebigkeit eines Gutsbeſitzers ge⸗ ſellte, welche die Gemuͤther ſo verblendete, daß ſie gegen einander zu raſen anfingen. End⸗ lich wurden alle Mißverſtaͤndniſſe ausgeglichen, Verſöohnung geſtiftet, und nun ging's im Triumph nach Hauſe, wo unterdeß die Frauen auch nicht muͤſſig geweſen waren und Eichenkraͤnze fuͤr die tapfern Ehemaͤnner gewunden hatten, die ihr Blut allerdings zum Theil vergoſſen hatten Was ſo mit großem Ernſte und ſtil⸗ ler Feierlichkeit begonnen hatte, gab nachher reichlichen Stoff zum Lachen.

Ehe ich die trauten Freunde verließ, wohnte ich noch einer ſehr feierlichen Taufhandlung bei, die der Mutterliebe das ſchoͤnſte Denkmal ſetzte, da ſie von einem Wunder derſelben zeugte. 1812 ſtand nehmlich ein franzoͤſiſches Re⸗ giment in hieſiger Gegend, und ein Theil davon in dem benachbarten Städtchen. Eine dortige Buͤrgerstochter faßt zu einem Sergean⸗ ten des Regimenis eine ſo heftige Zuneigung, und findet auch ſo viel Gegenliebe, daß ſie in ihm den Franzoſen vergißt und mit ihm

liefen ſelben ruhjg gen

aus, unſre