125
gegen Ihre Tochter... Ich beginne einen Kampf, deſſen Ausgang ſich nicht vorherſehen läßt... Bei mir wäre dieſes Käſtchen zu ſehr ausgeſetzt; ich habe Vertrauen zu Ihnen wie zu mir ſelbſt; bewahren Sie es. Später komme ich, um es zurückzufordern und dann wird der Name Bluthaupt nahe daran ſein, ſeinen ehemaligen Glanz wieder zu gewinnen.“
Dorn verbeugte ſich ehrerbietig.
„Ich nehme es an,“ ſagte er,„und verpflichte mich bei dem Andenken meines Vaters, das was Sie mir geben zurückzugeben, wenn Sie es befehlen.“
Rodach ſtand auf und warf ſeinen Mantel wie— der über die Schultern, um fortzugehen.
„Es laſtete auf mir,“ ſagte er, indem er ſich emporrichtete;„jetzt habe ich eine Verantwortlich⸗ keit weniger und ich fühle mein Herz leichter...
Habe ich Ihnen noch etwas zu ſagen, Freund Dorn,
ehe ich fortgehe?“
Er ſann nach und plötzlich ſagte er:
„Ich wußte wohl, daß ich etwas vergeſſen hatte... Ich möchte wiſſen, wo der junge Franz wohnt.“ in dieſem Augenblicke in dem Stübchen Gertruds.
228 nicht daran gedacht, ihn nach ſeiner Wohnung zu fragen.“
Dorn hatte die Thüre geöffnet und befand ſich
8 21 Ich Unglücklicher!“ rief er aus;„ich habe


