Teil eines Werkes 
1. - 4. Bd. (1846)
Entstehung
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Gertrud ſaß noch immer in ihrer Ecke und ſah von der Seite den Baron an, aber viel ruhiger als vorher. Ihre Verlegenheit war keine Angſt mehr und als ſie die Unruhe ihres Vaters ſah, fühlte ſie ſich ſtark genug, ihm zu Hülfe zu kommen.

Ich könnte dieſe Wohnung erfahren, fiel ſie leiſe ein.

Auf welche Weiſe? fragte Dorn.

Gertrud erröthete. Sie hatte nicht bedacht, was ſie ſagte und wenn ſie nun antwortete, mußte ſie ein Geheimniß verrathen, das nicht das ihrige war, das Geheimniß der Liebe Deniſe's und des jungen Franz, denn ſie dachte an Fräulein von Audemer, als ſie ſagte:Dieſe Wohnung kann ich erfahren. Zum Glück beſitzen die jungen Mädchen, wie unſchuldig ſie auch noch ſein mögen, ſchon etwas von der Schlauheit der Frauen. Gertrud dachte einen Augen⸗ blick nach und dann antwortete ſie:

Herr Franz erzählte von dem Vicomte von Audemer.

Da haſt Du Recht, fiel der Kleiderhändler getröſtet ein;wenn Sie warten wollen, Herr Baron, ſo können wir n einer Viertelſtunde die Adreſſe haben.

Rodach ſah nach ſeiner Uhr.

Ich werde wieder kommen, antwortete er.