Teil eines Werkes 
2. Theil (1814)
Entstehung
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Vivian wurde auf einen Moment ſeinen religizſen Geſchaͤften uͤberlaſſen. Der Geiſtli⸗ che rief Ruſſel zuruck, der ſeinen Freund in ruhig entſagender Stimmung fand. Vivian reichte ihm die Hand, dankte ihm noch einmal und erloſch.

Freund, würdig eines beſſeren Schickſals! ſagte Ruſſel bei ſich,mit einem ſo guten Herzen, mit ſo großen Talenten und ſo jung; der du nur einen einzigen Fehler hatteſt. O mein Freund, ſo iſt denn Alles zu Ende, und Alles, was du warſt, biſt du umſonſt geweſen?

Vivians Mutter und ſeine Witwe ka⸗ mien in dieſem Augenblicke. Weder Ruſſel noch Lord Gliſtonbury, der ihnen athemlos ſolgte, konnten ſie abhalten in das Zimmer zu gehen. Der Schmerz der Mutter war äußerſt heftig, doch Geſchrei und Thränen gaben ihr Erleichterung. Lady Sarah vergoß auch nicht eine Thräne, ſie ließ keine Klage laut werden; an das Bett hintretend, wo der Leichnam des verblichenen Gatten lag, überzeugte ſie ſich ob nicht die Blutadern noch ſchluͤgen, ob nicht ein leiſer Hauch von Leben noch vorhanden ſey, dann knieete ſie bei ihm in ſich geſammelt und ſchwei⸗

gend nieder. Lord Gliſtonbury ſchlug ſich