Teil eines Werkes 
2. Bd. (1870)
Entstehung
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Boleslaw mit Ruhe zu antworten, aber das Zittern ſeiner Stimme gab ſeinen Worten eine heftige Färbung, und Theophila, welche mit der Gemeſſenheit eines Tribunals geſprochen hatte, blickte ihm mit kühlem Befremden ins Geſicht. Boleslaw ſuchte das von ihm Erwiderte zu ver⸗ deutlichen und verſchärfte dadurch nur die Art, wie er ihr widerſprach. Ihre Augen maßen ihn denn auch vom Scheitel bis zur Sohle und dann erklärte ſie mit der Ho⸗ heit einer Ceremonienmeiſterin ſeine Antwort für über⸗ flüſſig, ſeine Gründe für gleichgiltig, ſeinen Ton für un⸗ paſſend. Als Boleslaw, ſeiner Mäßigung nicht mehr ſicher, den kleinen Jana fortſchickte und nun ſeinerſeits aus voller Höhe auf ſie hinabblickend ihre Einmiſchung unziemlich nannte, ihre Vorwürfe unüberlegt, ihre For⸗ men unartig, da antwortete Theophila, blaß vor Zorn, mit der Drohung, die weitere Erledigung der gegen ſie ge⸗ thanen Aeußerungen dem Rusniaken überlaſſen zu wollen. Zugleich wendete ſie ſich nach ihrem Zimmer zurück. Aber Boleslaw, durch die letzte Drohung wie von einem giftigen Pfeile getroffen, hatte ihr ſchon den Weg vertreten. Seine Lippen bebten, ſeine Stirnader pochte ſichtbar. Ueber ſeine Geſtalt war etwas beängſtigend Wildes gekommen. Theophila, an ihrem Rückzuge ver⸗ hindert, hatte ſich gegen einen Stuhl geſtützt. Von Furcht gelähmt, meinte ſie, ihm dennoch mit dem Blicke Trotz

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