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bieten zu können, aber ihre Augen ſtarrten nur. Es folgte eine minutenlange Pauſe, während welcher das kurze Athmen ſeiner Bruſt die Heftigkeit des in ihm tobenden Kampfes verrieth.„Comteſſe“, begann er dann und ſeine Stimme hatte einen ſo fremdartigen Klang, daß Theophi⸗ la's letzter Muth zuſammenbrach,„Comteſſe, wenn Män⸗ ner einander beleidigen, ſo haben ſie mit ihrem Leben dafür einzuſtehen. Sie ſind ein ſchwaches Weib, und das Vorrecht der Schwäche iſt die Unverantwortlichkeit. Aber wer in dieſem Sinne dem Manne nicht ebenbürtig iſt, hat um ſo größeren Anſpruch auf Belehrung. Weil das Leben Ihnen ſolche verſagte, weil Sie in beengenden Vorurtheilen aufwuchſen, weil Sie im Abſchätzen des Menſchenwerthes ein Kind ſind, und zwar, wie ich fürchte, ein ſchon bösgeartetes Kind, ſo ſollen Sie nicht von hinnen gehen, ohne wenigſtens einen Theil des verſäumten Pen⸗ ſums nachgeholt zu haben.“ Er wies, als ſei Theophila ſeine Schülerin, auf den Seſſel hin, gegen welchen ſie kraftlos lehnte, und, einer Ohnmacht nahe, ließ die Ge⸗ bannte ſich wider Willen in deſſen Kiſſen ſinken. Nun aber entwarf Boleslaw in ſcharfen, ſchonungsloſen Um⸗ riſſen ein Bild deſſen, was ein vernunftbegabtes Weſen hienieden ſolle: ſeine Kräfte zum Beſten der Geſammt⸗ heit entwickeln und verwerthen, und, was es des Namens
Menſch erſt würdig werden laſſe: das lebendige Bewußt⸗


