Druckschrift 
David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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Herz eines weiblichen Weſens gedrückt worden, dieſes nicht länger Herr ſeines Willens geblieben ſei. Dieſes unglück⸗ liche Geſchick habe denn auch die Tochter des Beherrſchers der Gläubigen getroffen.

Steht das ſo geſchrieben? fragte der Gefangene.

Es ſteht ſo geſchrieben, entgegnete der Kadi; und iſt mit der kaiſerlichen Unterſchrift der Prinzeſſin verſehen.

Es iſt ein Betrug!

Der König von Chovaresm ſprang von ſeinem Throne auf und flog in der Wuth faſt alle Stufen von demſelben herab. Sein Geſicht war wie Scharlach, ſein Bart gleich einer Flamme. Einem Lieblings⸗Miniſter gelang es noch, das königliche Gewand zurückzuhalten.

Tödtet den Hund auf der Stelle! ſchrie der König.

Die Prinzeſſin iſt ſelbſt hier, ſagte der Kadi; um Zeugniß abzulegen von dem Zauber, deſſen Opfer ſie ward, von dem ſie aber nun durch die Macht Allah's und ſeines Propheten erlöſet iſt.

Alroy ſchauderte.

Tretet näher, königliche Prinzeſſin, rief der Kadi; und wenn die Ausſage, die Ihr jetzt mit angehört habt, in der That wahr iſt, ſo vergönnt es uns, daß Ihr die kaiſerliche Hand emporhebt, welche dieſelbe mit ihrer Un⸗ terſchrift verſah.

Eine Schaar Eunuchen, die neben dem Throne ſtand, trat auseinander, und eine weibliche, vom Kopfe bis zum Fuße in einen Schleier gehüllte Geſtalt erſchien. Unter der athemloſen Erregung der ganzen verſammelten Menge hielt ſie die Hand empor. Da ſchloſſen ſich die Reihen der Eu⸗ nuchen wieder, man hörte einen lauten Schrei, und die verhüllte Geſtalt war verſchwunden.

Ich bin bereit zu Deinen Martern, König! ſagte Alroy im Tone größter Abſpannung. Seine Feſtigkeit