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David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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lichſter aller Schmerzen, von Ruhm zu träumen in Ver zweiflung! Nein, ich lebe und ſterbe als das unedelſte aller Weſen! Schönheit und Liebe, Ruf und hohe Thaten, das Lächeln des Weibes und der Blick der Männer und das adelnde Bewußtſein eignen Werthes und all' der kühne Wettlauf ſchöpferiſcher Leidenſchaften ſie ſind nicht für mich und ich, Alroy, der ferne Nachkomme geſalbter Könige, mit einer Seele, die nach Herrſchaft ſchmachtet, ich ſtehe hier und ſtrecke meinen Arm vergebens nach meinem verlornen Scepter aus, ich der entehrteſte aller Sklaven! dHa, Ha! Hört doch! Feſtlichkeit hält ihren heitern Einzug in dieſe Leid athmenden Mauern. Wir ſind heut luſtig; und doch, ehe jene ſtolze Sonne, deren mächtiger Lauf einſt vor unſeren Schwertern ſtill ſtand, die ſie jetzt nicht einmal mehr ihrer Strahlen für werth hält, ehe jene ſtolze Sonne, gleich einem Helden aus dem Felde des Siegs, eintritt in das Zelt ihrer Ruhe, ſoll eine That gethan ſein.

O, meine Heldenväter! wenn dieſer ſchwache Arm Euer Erbtheil nicht wieder erringen kann, wenn der ſchmutzige Eber noch ferner ſich wälzen wird in Euren lieblichen Wein⸗ gärten, ſo will ich wenigſtens Euch nicht entehren. Laßt mich untergehen. Das Haus Davids iſt nicht mehr; nicht länger ſoll unſer geweihter Saame ſich verbergen wie eine verdorbene Saat in dieſer entarteten Erde. Können wir nicht frei und unſre eigenen Herren ſein, nun, ſo wollen wir ſterben!

Ol ſprich nicht alſo, mein Bruder! ſo erklang eine Stimme, ſo ſanft, ſo ſüß, ſo voll Muſik.

Und er ſah eine weibliche Geſtalt neben ſich knieen. Ihr Geſicht iſt verborgen, ihre Lippen drücken ſich auf eine Hand, die ſie leiſ' ſich ſtahl. Und jetzt hebt ſie auf ihr Haupt, und wartet mit liebender Geduld auf einen Blick von Einem, der ſelten lächelt.

O ſprich nicht alſo, mein Bruder!

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