2 mit uns ſei. Wie die verfluchten Ismaeliten ſtutzten! Sahſt Du, Caleb, den gewaltigen Türken im grünen Gewande mir zur Linken? Beim Scepter Jacobs, er ward bleich! O! es ſoll dies uns ſein ein Tag der Freude und des Dankes! Und ſchone nicht den Wein, noch die Fleiſchtöpfe für das Volk. Sieh ſelbſt darnach, mein Kind, denn das Volk ſchrie tapfer und mit lauter Stimme. Es war freilich nicht gleich dem großen Geſchrei im Felde, als die Bundeslade zurück— kehrte, aber deſſen ohnerachtet war es gut geſchrieen und zeigte, daß der Ruhm noch nicht verſchwunden iſt. So ſchone alſo den Wein nicht, mein Sohn, und trinke auf den Untergang Ismaels in dem Safte, von dem es nicht koſten darf.“
— Es war allerdings ein großer Tag für Israel!— rief Caleb, als Echo zu ſeines Herrn Entzücken.
„Wäre der Zug verboten worden,“ fuhr Boſtenai fort, „wär' es unter allen Fürſten nur mir beſchieden geweſen, den verfluchten Tribut zu Fuß, ohne Trompeten und Wache bringen zu müſſen, bei dieſem Scepter, mein guter Caleb, bin ich feſt überzeugt, daß, ſo langſam dies alte Blut auch jetzt in meinen Adern rinnt, ich doch... doch es iſt unnütz, darüber zu ſprechen— der Gott unſrer Väter iſt unſre Zuflucht geweſen.“
— Wahrhaftig, Herr, wir waren wie David in der Wüſte Siph, jetzt aber ſind wir die Geſalbten des Herrn in dem feſten Hauſe Engaddi.
„Der Ruhm iſt noch in der That nicht ganz ver⸗ verſchwunden,“ begann der Fürſt von Neuem in milderem Tone,„aber wenn— ich will Dir etwas ſagen, Caleb— preiſe den Herrn, daß Du noch jung biſt.“
— Mein Fürſt kann auch lange leben, um noch frohe Tage zu ſ ſehen.—
„Nein, mein Kind, Du verſtehſt mich falſch. Euer Fürſt hat gelebt, um den Tag der Trauer zu ſehen. Nicht


