Druckschrift 
David Alroy / frei nach dem Engl. von D'Israeli
Entstehung
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Erſter Abſchnitt.

1.

Trompeten ſchmetterten ihre Schlußfanfaren, als der Reſch Glutha, d. i.der Fürſt der Gefangenſchaft von ſeinem weißen Maulthiere ſtieg; ſein Gefolge jubelte, als ob es noch ein freies, ſelbſtſtändiges Volk ſei, und wäre das verächtliche Lächeln nicht geweſen, das ſich in den Mienen der umſtehenden Muſelmänner zeigte, ſo hätte man es eher für einen Tag des Triumphes als einer Steuerzahlung halten ſollen.*

Noch iſt der Ruhm nicht verſchwunden! rief der ehr⸗ würdige Boſtenai aus, als er in die Halle ſeiner Wohnung trat.Es iſt freilich nicht wie bei'm Beſuche der Königin

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von Saba unter Salomon, aber bei alle dem iſt der Ruhm doch noch nicht verſchwunden. Du haſt Dich wohl benommen, treuer Caleb. Des alten Mannes Muth ward mit jedem Schritte in ſeinem eignen Hauſe kräftiger, und ſicherte ihn immer mehr gegen die letzten Gegenſtände ſeiner Furcht, die lauten Verwünſchungen und die drohenden Wurfgeräthe der ungläubigen Menge.

Es wird ſein ein Tag der Freude und des Dankes! fuhr der Fürſt fort;und ſieh nach, mein ehrlicher Caleb, daß die Trompeter auch gut bedient werden. Dieſer letzte Tuſch war brav ausgeführt. Freilich klang er nicht wie das Schmettern der Trompeten vor Jericho; deſſen ohn⸗ erachtet aber zeigte er an, daß der Herr der Heerſchaaren

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