206 Kbrper, ſo lange die Ausbildung noch nicht vollendet iſt, Ausnahmen zu machen ſind. Wollten wir das fruͤhere Verhaͤltniß der Zunahme unſeres Kuͤſtenhandels als Norm annehmen,— und mit Ausnahme der letzten Jahre war die⸗ ſelbe bisher aͤuſſerſt regelmaͤßig,— ſo bekaͤmen wir, die gegenwaͤrtige Summe mit ſieben multiplicirt, fuͤr das Jahr 1860 einen Tonnengehalt fuͤr die privilegirten Schiffe von beinahe fuͤnf Millionen. Indeſſen erſcheint dieſe un⸗ geheure Summe dem Verſtand wegen ihrer Unwahrſchein⸗ lichkeit als zu groß, und er verwirft ſie wohl nicht ohne Grund. Nehmen wir die factiſche Zunahme wie ſie fruͤ⸗ her war, ohne Beziehung auf ihr verhaͤltnißmaͤßiges Stei⸗ gen, ſo wird es noch dreißig Jahre beduͤrfen, bis dieſer Zweig unſeres Handels ſich um weitere 500,000 Tonnen vermehrt haben wird. Da aber die vereinigten Staaten noch in kraͤftiger, wohlthaͤtiger Entwicklung ihrer Mittel begriffen ſind, ſo werden Manche dieſes Verfahren zu rechnen verwerfen, wenn ſie ſchon mit dem Ergebniſſe zu⸗ frieden ſeyn moͤgen. Nehmen wir das bekannte Verhaͤlt⸗ niß der Zunahme unſerer Bevoͤlkerung zum Maßſtabe, ſo ergeben ſich fuͤr das Jahr 1850 ungefaͤhr 2,500,000 Ton⸗ nen als Gehalt unſerer privilegirten Schiffe. Mit dieſen Umſtaͤnden bekannt, koͤnnen Sie ſich ſo gut als ich ein Urtheil uͤber die Sache bilden; indeſſen muß bei jeder Verwaltung auf die Veraͤnderlichkeit menſchlicher Dinge immer Ruͤckſicht genommen werden. Um jedoch eine Vorſtellung von dieſem Zweige unſeres Handels und von ſeinem Einfluſſe auf den ſeemaͤnniſchen Charakter des Volkes zu gewinnen, muͤſſen Sie bedenken, daß die Rei⸗ ſen mit Schiffen von 10— 500 Tonnen gemacht werden, und 20— 2000 Meilen betragen koͤnnen. Dabei iſt dieſer Verkehr ganz unſer Eigenthum, und kann waͤhrend des Frie⸗ dens durch die Politik eines andern Volkes nicht weſentlich beeintraͤchtigt werden. An ſich ſchon iſt er der Grund ei⸗ ner Seemacht, wie ſie ſonſt nirgends beſteht, auſſer in
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