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iſt viel bedeutender, als die in dieſem Werke auf⸗ geſtellten Anſichten. Ein großer Theil iſt der Preſſe übergeben worden, der hätte unterdrückt werden ſol— len, und Manches übergangen, was ſchicklicher Weiſe eine Stelle finden dürfte. Aber die Verhältniſſe geſtatteten keine Wahl zwiſchen großen, anerkannten Mängeln, und gänzlichem Stillſchweigen. Wie weit dieſer Vorwurf das Werk treffe, muß daher davon abhängen, ob genug mitgetheilt wurde, um die Her⸗ ausgabe überhaupt zu rechtfertigen. Der Verfaſſer iſt ſich der Achtung, die er dem Publikum ſchuldig iſt, hinlänglich bewußt, um dieſem nicht eine Schrift vorzulegen, ohne wenigſtens überzeugt zu ſeyn, daß ſie ihre Entſchuldigung von dieſer Seite großen Theils in ſich ſelbſt trägt. Täuſcht er ſich ſelbſt, ſo fällt der Nachtheil auf ihn zurück, und täuſcht er ſeine Leſer nicht, ſo wird dieß für ihn ſehr ange⸗ nehm ſeyn.
Die vorhin berührten Verhältniſſe beziehen ſich eben ſowohl auf Beſchleunigung des Drucks, als der Auswahl. Es finden ſich Fehler im Style, ſogar Verſtöße gegen die Grammatik, die der vereinten Nachläſſigkeit von Seiten des Verfaſſers, der Ab⸗ ſchreiber und der Drucker zuzuſchreiben ſeyn dürften. Allein diejenigen, welche dieſe Fehler entdecken, wer⸗ den ſich darüber wegzuſetzen wiſſen, und denen, wel⸗ chen ſie unbemerkt bleiben, wird wohl nicht viel daran gelegen ſeyn. Dem Verfaſſer iſt es weni⸗ ger um eine zierliche Form der Darſtellung, als darum zu thun, für einen genauen Beobachter und treuen Erzähler des Geſehenen zu gelten.


