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Ein Feldherrnſtab ruhte in ihrer Hand, ein Schwert zur Seite.
Geiſtliche in großer Anzahl, mit Fackeln in der Hand und Pſalmen ſingend, eröffneten den Zug.
Acht Fahnen wehten um die Bahre.
Die Abtheilung der Stadtwehr, gegen fünftauſend an der Zahl, unter dreißig Fahnen, folgten mit umflorten gedämpften Trommeln und umgekehrten Gewehren.
Die Fenſter aller Häuſer längs des Weges waren mit Fackeln erhellt, die Glocken läuteten traurig und der Weg, den der Leichenzug verfolgte, war auf beiden Seiten mit Soldaten beſetzt.
Als der Zug vor dem Palaſte des Statthalters vorüberkam, erwies die ſpaniſche Leibwache der Leiche die höchſten Ehrenbe⸗ zeugungen und der Statthalter in der Hoffnung, das Volk zu verſöhnen, ließ alle Fenſter des Palaſtes erleuchten und ſchickte acht Edelknaben mit brennenden Fackeln der Bahre entgegen.
Gegen Morgen wurde die Leiche in der Kirche del Carmine begraben.
So wurde der arme Fiſcher, wie man geſagt hat, gehuldigt wie ein König, getödtet wie ein Verbrecher, begraben wie ein Eroberer und nach ſeinem Tode verehrt wie ein Heiliger.
Ein ſchmerzlicher Augenblick.
Die Mutter Pietro's ſtand vor dem wahnſinnigen Matta⸗ lone. Dieſer ſammelte ſich— es war ein ſchreckliches Wieder⸗
erkennen.
— Was willſt Du, Geſpenſt des Grabes? fragte er mit heiſerer Stimme; Du gehörſt dem Tode an, weiche von dem Le⸗ benden, was willſt Du?
— Ihm ſagen, verſetzte das Weib mit niederträchtiger Schadenfreude, daß der Fluch, den ich auf das Haus Mattalone
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