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verſcheuche dieſen ſchwarzen Dämon. Barmherziger Gott! der
Berg Soma glüht in Flammen und will über meinem Haupte
zuſammenſtürzen. Feuerwirbel und Lavaſtröme ereilen mich! Don⸗ nerſchläge erſchüttern die Erde, ſie bebt unter meinen Füßen! Hörſt Du es, Livia? ſiehſt Du nicht den glühenden Soma? hörſt Du nicht die Donner, wie ſie toben?
Während dieſer Worte war er aufgeſprungen und durch das Zimmer gelaufen.
Er ſtöhnte, wie von unerträglichen Schmerzen gefoltert, knirſchte mit den Zähnen und tobte in Wahnſinn und wilder Raſerei.
Livia ſtand unerſchrocken vor ihm und allmälig beruhigten ihn die Töne ihrer ſanften Stimme.
— Bleibe ruhig, mein theurer Maſo, ſo ruhig, ſo ſanft, wie Du es einſt warſt, als wir uns zu La Cava zum erſten Mal ſahen, wie Du mir den Blumenſtrauß überreichteſt und lächelteſt.
Eine Thräne perlte an ihrer Wimper.
Maſaniello blickte mit ſeinem glühenden Auge auf die ſchöne, bleiche Frau und ſchien mit Gewalt ſeine Raſerei zu bekämpfen; man konnte ſagen, ſeine Augen zitterten vor ihrem Blick und er ließ ſein Haupt über die Bruſt herabſinken.
Plötzlich aber raffte er ſich auf und ſtürzte die Treppe hinab, eilte an ſeinen Wächtern vorüber und verlor ſich unter das Gedränge, das eben den Platz vor der Kirche füllte.
Die Glocken läuteten, die Kirchthüren öffneten ſich, und ein Prieſter ſtand vor dem Altar, um den Abendgottesdienſt zu be⸗ ginnen.
Die Kirche war gedrängt voll.
In ſeiner Loge hatte der Herzog von Arcos neben ſeiner
Tochter Platz genommen und hinter ihm befand ſich ein zahl⸗
reiches Gefolge von Edelleuten.
Leonore war traurig, ihre Blicke ſchwammen in Thränen; es hatte ſie nicht nur der Befehl ihres Vaters hierher beſchie⸗ den, es war noch eine tiefere Urſache, die ſie bewog, die düſtere Veſte u verlaſſen.
zie hatte noch keine Kunde von Giulio und hoffte unter⸗ wegs ihn entweder zu ſehen oder doch mindeſtens von ihm zu hören. Sie begleitete mit einer außergewöhnlichen Freudigkeit
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