Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Kirche, ihre Blicke ſchweiften über die uten hinter jedem Pfeiler, aber nirgends ſuchten. ſt ſollte eben beginnen, der Prieſter hatte als ein plötzliches Geſchrei ſeine

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Aufmerkſamkeit erregte.

Er wendete ſich um und ſah mit Beſtürzung den wahnſin⸗ nigen Maſaniello durch das Schiff der Kirche zu dem Altar eilen.

Die Züge des Unglücklichen verriethen mehr tiefen Kummer als Wuth.

Eine Todesſtille war jetzt eingetreten.

Maſaniello blieb ſtehen, als er ſich dem Geiſtlichen genähert hatte.

Es iſt nicht der Erzbiſchof, ſagte er traurig, aber doch ein Prieſter. O Padre, fuhr er mit ſchmerzlicher Stimme fort, ich ſehe, daß es um mich geſchehen iſt. Dieſes undankbare Volk verläßt mich und will mich den Händen meiner Feinde überlie⸗ fern. Sie werden vielleicht weinen, wenn ſie mich getödtet ha⸗ ben, denn ſie werden nie wieder einen Maſaniello finden, einen zweiten Mann, der für ſie thun wird, was ich gethan habe.

Die Kirche ward immer mehr angefüllt, da das Gerücht

ſich verbreitet hatte, daß Maſaniello eine neue Thorheit beginnen wollte, und ſein Wahnſinn war jetzt in dem Maße anziehend, als ehedem ſein Heidenmuth.

Als er ſah, daß, wie gewöhnlich, ein Volkshaufen ſich um ihn drängte, ſtieg plötzlich der Wunſch in ihm auf, die Menge anzureden.

Er verließ ſogleich ſeinen Standpunkt, beſtieg die Kanzel und ſchilderte mit ſo glühender Begeiſterung in ſo rührenden Worten Alles, was er für das Volk gethan urd gewagt hatte, daß ſeine rohen Zuhörer in Thränen zerfloſſen.

Auch der Herzog von Arcos blickte unverwandt auf den Sprecher, ſein Herz pochte, bisweilen durchlief ihn ein Schauer

Von Zeit zu Zeit lenkte er auch ſeine Blicke nach der einken Seite des Altars, als ob er von dort irgend ein Ereigniß er⸗ wartete.

Leonore war von dem Weſen Maſaniello's wie durch ſeine Worte tief erſchüttert.