Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Er iſt noch am Leben, Hoheit, und die Wächter des Erzbiſchofs Filamarino halten das Haus beſetzt.

Sprachen Sie mit dem Alten?

Vor zwei Stunden, Hoheit.

Nun?

Alles beſorgt.

Heute Abend?

In der Kirche.

Es iſt mein Wunſch, daß unſer ganzer Hof dem Got⸗ tesdienſte beiwohne, Prinz Satriano, wer wird die Meſſe leſen?

Einer der Diaconen.

. Wie, nicht der Erzbiſchof ſelber? fragte der Statthalter überraſcht.

Nein, Hoheit, verſetzte der Gefragte; ſeine Eminenz wollte ſich für heute von allen Amtsgeſchäften zurückziehen, um ſeine Aufmerkſamkeit auf den Fiſcher zu richten, welchen er nicht anders nennt, als:das Opfer von Amalfi!

Allerdings, eine ſehr praktiſche, aber ungerechtfertigte Benennung, lächelte der Statthalter, denn noch iſt Maſaniello kein Opfer geworden.

Haben Sie von Don Herandez Kunde gehabt, Hoheit? fragte Satriano.

Seit geſtern keine er ward von dem Pöbel verfolgt, ich bat ihn im Caſtel zu bleiben, allein er weigerte ſich; ich muß Ihnen geſtehen, daß ich den Muth dieſes Herandez, den ich früher ſo wenig geſchätzt habe, bewundere.

Weil er ſich in's Waſſer werfen ließ lächelte Sa⸗ triano.

Allerdings, das war nicht ritterlich von ihm, aber wenn man die Umſtände erwägt, doch verzeihlich. Jetzt muß der arme Mann von einer Verkappung zur andern ſchreiten und wird verfolgt wie ein gehetztes Wild, aber ich will ihn glänzend entſchädigen ſeine bevorſtehende Vermählung mit der Prinzeß iſt Ihnen bereits bekannt.

Ich bin davon unterrichtet, Hoheit.

Sie ſoll am dritten Auguſt gefeiert werden.

In dieſem Augenblick trat ein Diener ein, welcher ein Packet unter dem Arm trug.

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