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— Was haſt Du das fragte der Vicekönig.
— Es iſt ſo eben als ein Geſchenk von dem Volksanführer eingegangen, für Eure Hoheit beſtimmt, entgegnete der Diener.
Der Herzog lächelte ſpöttiſch, ſchien aber doch ein Wenig befremdet und gab dem Diener den Befehl, das Packet zu öff⸗ nen, was ſogleich geſchah.
Der Vicekönig und der Prinz Satriano drängten ſich neu⸗ gierig heran;z kaum aber war der kleine Ballen geöffnet, als Beide mit allen Zeichen des Entſetzens und des Grauens zurück⸗ traten.
— Der Kopf des Miniſters, ſtotterte endlich der Statthalter — ich habe ihn gewarnt, doch ſein Verhängniß wollte es ſo.
Der Prinz Satriano war keines Wortes fähig, er hatte ſein Antlitz mit den Händen bedeckt.
— Wir werden Rache nehmen, Hoheit, ſagte er endlich mit leiſer Stimme.
— Wahrlich, ſte ſollen mir für dieſen Kopf eines Miniſters tauſend der ihrigen geben, und nun entferne den Gegenſtand des Entſetzens, wendete ſich der Herzog an den Diener, der faſt be⸗ ſinnungslos vor Schrecken daſtand. Lege ihn in eines der Ge⸗ wölbe des Caſtels, bis man uns den Rumpf ausgeliefert hat, dann ſoll ein glänzendes Leichenbegängniß ſtattfinden— übrigens will ich, daß man den Vorfall noch verſchweige.
Der Diener entfernte ſich, der Herzog vermochte kaum Herr ſeiner Erbitterung zu werden, der Prinz war in düſteres Schwei⸗ gen verſunken.
— Diejenigen, welche dieſen Greuel geübt haben, nahm er nach geraumem Schweigen wieder das Wort, werden mir heute Abend ſchon wieder huldigen, und meine Rache wird ſie tauſend⸗ fach treffen für dieſes edle, vergoſſene Blut eines bewährten Staatsdieners und Freundes.
—
Als der Pöbel von dem Caſtel Nuovo zurückgekehrt war, begab er ſich nach dem Platze del Carmine.
Indem man dem Hauſe vorüberzog, welches Pietro bewohnt hatte, erhob ſich ein furchtbares Geſchrei.


