Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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Ich will es Ihnen ſagen, Ercellenz, verſetzte Thereſia mit furchtbarem Ernſt; ich bin überzeugt, daß Sie mich vergif⸗ ten wollen, um mich nicht mehr fürchten zu dürfen

Ein furchtbarer Schauder durchrieſelten Herandez ein tödtlicher Schrecken hatte ihn ergriffen.

Welch' ein gräßlicher Verdacht! rief er mit tonloſer Stimme, indem er Thereſia's Hand ergriff, welche ihm dieſe jedoch mit Hohngelächter entzog.

Trinken Sie nur einen einzigen Tropfen von dieſem Becher, ſagte ſie, und ich will Sie knieend um Verzeihung bitten.

Herandez leerte ſein Trinkgefäß auf einen Zug, füllte es gleich wieder und trank es zum zweiten Male bis auf die Neige aus.

Habe ich Dir nun bewieſen, daß Dein Argwohn unbe⸗ gründet iſt? fragte er, während ſeine Blicke glühten.

Schweigend ſchleuderte ſie den Becher von ſich, und der Wein floß über den Boden dahin.

Da haben Sie die Antwort auf Ihre Frage, Ercellenz, ſagte ſte nach kurzer Pauſe; Sie haben auf baldigen Frieden mit mir anſtoßen wollen, nun, Excellenz, wenn es mit Ihrem Sehnen nach dem Frieden Ernſt iſt, ſo ſoll dieſes geſtillt werden bei der heiligen Jungfrau.

Sie verließ mit haſtigen Schritten das Zimmer. Herandez wollte ihr nachſtürzen, allein es hielt ihn plötzlich eine Schwere in den Gliedern an der Stelle gebannt.

Der ſchwere Wein, von dem er in ſeiner ohnehin ſchon auf⸗ geregten Gemüthsſtimmung zu haſtig und zu viel getrunken, hatte ihm das Blut nach dem Kopfe gejagt.

Hierzu kam noch die Erſchöpfung, welche faſt beſtändiges

Wachen herbeigeführt hatte ſeine Augenlieder ſchienen zu

Blei geworden.

Er ſchleppte ſich mit Mühe in die Ecke des Zimmers, er⸗ griff einen Speer und zog zugleich einen Dolch hervor.

Sie muß ſterben, ſtotterte er, ſie darf nicht entkommen, ſonſt iſt es um mich geſchehen, den erſten Stoß mit dem Speer,

den zweiten mit dem Dolche dann wird es genug ſein

aber die That wird mir ſchwer, ich muß noch trinken.. Er füllte noch einen Becher und leerte ihn haſtig, aber die⸗

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