Teil eines Werkes 
3. Bd. (1865)
Entstehung
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646 auf einen jungen Mönch zu vigiliren, der, wie er beſtimmt wiſſe, dieſe Gegend paſſiren und mit jedem Augenblicke hier eintreffen müſſe. Dieſer werde auf alle Fälle hier übernachten, da doch kein Reiſender im Finſtern durch das Gebirge zieht. Er gab mir den Auftrag, ihn auszuforſchen, in welcher Angelegenheit er reiſt, zugleich ſollte ich wie zufällig den Namen Leonore nennen, ich würde dann wohl eine Veränderung in ſeinen Zügen wahr⸗ nehmen am heutigen Abend begehrte er Auskunft.

Eine ſeltſame Geſchichte, ſagte der Mönch kopfſchüttelnd.

Allerdings, ich weiß auch nicht recht, was ich davon halten ſoll.

Hat der Cavalier bei Euch Nachtquartier beſtellt. Allerdings.

Ein Gaſt.

Wir haben jetzt von den Geſprächen, die hier geführt wur⸗ den, wie von den Annehmlichkeiten dieſes Hotels überhaupt ſchon genug geſprochen, um die junge Dame nicht beneidenswerth zu finden, die ſo eben zur Abendzeit vor der Pforte des Hauſes an⸗ gelangt war.

Ihr Gefolge beſtand aus Frauen und Dienern und einer geringen Bedeckung ſpaniſcher Soldaten. Ddie junge Dame befand ſich in einer wunderlichen, bunt bemalten Sänfte, welche hinten auf zwei pfeifenden Rädern ruhte. Dieſe waren aus Holz geſchnitten und bewegten ſich eben ſo ſchwerfällig als die großen Maulthiere, welche dieſe ſonderbare Kutſche zogen. Noch weit ſonderbarer nahm ſich die Reiſegelegenheit der Kammerfrauen aus, von welchen immer ein Paar in großen

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