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denn er trug Hut und Mantel wie die Uebrigen, führte, auf dem einzigen, halb gebrochenen Lehnſeſſel hingeſtreckt, das große Wort und goß dabei mit hochgehobenem Arme einen Topf voll Wein nach dem anderen in die durſtige Kehle hinab.
Außer dieſen Gäſten befanden ſich noch als einheimiſch in
der Gaſtſtube, der Wirth, ein wohlgenährter, phlegmatiſcher
Menſch, die Wirthin, deren erwachſene Tochter und mehrere Kinder.
Einige Schweine, ein Dutzend Hühner und vier Katzen vollendeten die nobele Geſellſchaft.
Plötzlich trat der Wirth zu dem Prieſter und begann mit ihm ein geheimes Geſpräch.
— Padre, ſagte er leiſe, Sie wurden heute ſchon bei mir geſucht. — Corpo di dio, doch nicht von der hohen Obrigkeit?
— Nein, Padre, es war ein Cavalier, der Sie zu ſprechen wünſchte?
— Ein Cavalier?
— So ſchloß ich aus ſeiner Sprache, ſeine Kleidung war freilich nur die eines gewöhnlichen Neapolitaners, ſein Geſicht konnte übrigens nicht ſchön genannt werden.
— Kam er aus Neapel?
— So ſagte er dnigiene indem er zugleich bemerkte, daß ſeine Zeit ſehr gemeſſen ſei, er müßte Sie auf alle Fälle noch
heute ſprechen.
— Habt Ihr ihm denn gleich Rede geſtanden?
— Nicht doch, Padre, ſo unvorſichtig bin ich nicht— auch er iſt ſchlau und leitete erſt nach vielen Umwegen das Geſpräch
auf Sie, bis ich endlich merkte, daß er ein Mann ſei, dem man
wohl vertrauen dürfe.
— Iſt er hier in Eurem Hotel geblieben?
— Nein, Padre, ich vermochte ihm nicht zu ſagen, ob Sie heute hier eintreffen werden, habe ihm jedoch den Ort genau bezeichnet, wo er Sie beſtimmt finden kann, und morgen wird er in aller Frühe bei Ihnen eintreffen— halten Sie ſich bereit, ihn zu empfangen.
— Von ſeinem Anliegen hat er nichts geſagt? — Nur ſo viel habe ich aus den Geſprächen, die wir führ⸗
ten, entnommen, daß er einen Feind verfolge, denn er bat mich,
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