Teil eines Werkes 
2. Bd. (1865)
Entstehung
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3 ihn; aber ich will ihn beſchützen und ſeinen Aufenthalt erfahren. vielleicht werden Sie mir ſagen können, wohin er ſich begebe hat, ob er dort auch Schutz gefunden?

Hoheit, verſetzte Mattalone nach längerer Ueberlegung, während er ihn ſcharf firirte, ich weiß es nicht, aber wäre dies auch der Fall, Sie würden es in dieſem Augenblick nicht er⸗ fahren.

Warum wollen Sie dem theilnahmsvollen Freunde dieſe Auskunft verweigern? fragte der Statthalter gereizt.

Weil ich in Ihren Augen Liſt erkenne, es iſt jener ver⸗ ſchmitzte Ausdruck darin unverkennbar, den man ſo oft an Ihnen wahrnimmt, ganz ſo ſahen Sie aus, als Sie mich nach der Kirche del Carmine ſchickten, damit ich dem Volke den Freibrief übergeben ſollte.

Des Statthalters Antlitz verfinſterte ſich, er lenkte ſeine Blicke durchdringend auf den Herzog, ſchlug ſie aber bald wieder zu Boden.

Sie beleidigen mich, ſagte er mit erheuchelter Traurig⸗ keit, aber ich verzeihe Ihnen, denn Sie ſind krank ſehr krank,⸗ Gott möge Ihnen helfen. 4

Es war ein ſchlechter Streich, Hoheit, ein Streich, den Ihnen die heilige Jungfrau verzeihen möge, ich habe mich und mein ganzes Haus durch meine Betheiligung daran verſündigt.

Herzog von Mattalone, ich bin zu Ihnen gekommen als theilnehmender Freund, um mich zu erkundigen, ob, was man von Ihnen berichtete, Wahrheit oder Dichtung ſei, und nun überzeuge ich mich leider, daß das Erſtere der Fall iſt; ja, ar⸗ mer Mann, Sie ſind Ihres Verſtandes beraubt, Sie wür⸗ den dieſe Sprache mir gegenüber ſonſt wahrlich nicht geführt haben.

Möglich, daß ich wahnſinnig bin, wiewohl ich nicht daran glaube, denn ich ſehe klar genug, Hoheit, daß wir einen ſchlechten, gemeinen Streich begangen haben, einen Streich, un⸗ geziemend für Edelleute, aber wir ſind ſo daran gewöhnt, das Volk in den Staub zu treten, es zu übervortheilen, wie und wann wir es können, daß wir es für ein Laſter hielten, wenn wir offen zu Werke gehen. Mich hat der Himmel ſchon hart beſtraft, aber er wird Sie, den Häupter aller Liſten und Be⸗ trügereien einſt eben ſo büßen laſſen; warten Sie nur, die Zeit

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