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Der Herzog ließ ein ſpöttiſches, gellendes Lachen hören und
warf auf den Mönch einen zürnenden Zlick.
— Der Pöbel ſetzt Preiſe aus, rief er verächtlich, in der That mehr als belächelnswerth, er ſetzt Preiſe aus, die er mit meinem Gelde beſtreiten will, mit dem Gelde, welches er den Re⸗ gierungskaſſen entwendet hat.
— Die Anführer des Volkes haben allerdings alle Kaſſen mit Beſchlag belegt und verfügen nach Willkür darüber.
— Vierzigtauſend Ducaten— unerhört— nahm der Herzog wieder das Wort, iſt denn der tolle Fiſcher plötzlich ſo an Ueber⸗ fluß gewöhnt, daß er mit dem Gelde umherwirft, als wären es Fiſchſchuppen— dieſes Geſindel klagt über Armuth und Steuerdruck, einerſeits wollten ſie keine Steuern zahlen, anderer⸗ ſeits ſetzen ſie das Geld als Belohnung für die Ergreifung ver⸗ dienſtvoller Leute aus.
Der Herzog ſchwieg und ging mit langen Schritten durch das Zimmer, während er düſter vor ſich hinblickte.
— Was will man denn von Don Herandez? fragte er nach einer Weile.
— Man verfolgt ihn als den Erfinder der Fruchtſteuer.
— Für dieſen dem Staate geleiſteten Dienſt alſo ſoll mein braver Herandez büßen?
— Wenn man ſeiner habhaft wird gewiß, Hoheit, denn das Volk hat laut geſchworen, blutige Rache an dem Miniſter zu nehmen, und was ein Neapolitaner ſchwört, hält er.
— Vierzigtauſend Ducaten verlocken wohl mehr als die
bloße Heilighaltung eines Eides, ſagte der Herzog kalt, ſolche
dürfte dabei wohl weniger in Betracht kommen.
— Etwas thut auch die Habgier.
— Sie thut Alles, ſagte der Statthalter— aber ich hoffe, man wird dem Miniſter kein Haar krümmen, vermag ich ihn nicht zu ſchützen und laſſen die Führer des Volkes noch fernere Gräuel zu, dann bin ich auch meiner Verpflichtungen enthoben, und ſie mögen— zittern— was läßt mir der Erzbiſchof alſo eigentlich ſagen? ſetzte er haſtig und etwas ſpöttiſch hinzu.
— Seine Eminenz hat mit Mafſaniello ein langes Geſpräch geführt.
— Und welchen Zweck hatte dieſes?
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