14
— Mein Vater, Du erſchreckſt imich, werjettre Giulio über⸗
raſcht. — Die Jugend hat ein leicht empfängliches Gemüth—— warum ſollteſt Du alſo nicht den Ginſtiſterungen böſer Zunden
zugänglich ſein?
— Sollte ich bei Dir verläumdet ſein,— rief Giulio ver⸗
letzt, ſo nenne mir den Elenden, der dies gewagt.
— Ich wäre zu ſtolz dem Verläumder Gehör zu geben, den ich verachten müßte.— Niemand hat es verſucht, den Saamen der Zwietracht zwiſchen Vater und Sohn zu ſtreuen; mein eige⸗ nes Herz flüſtert mir zu:„Hüte Deinen Sohn!“
— In wie fern, mein Vater, bedarf ich Deiner Obhut, wäre ich nicht Mann genug, mich ſelbſt zu ſchützen? entgegnete Giulio ſtolz, nein, mein Vater, laſſe das Gift des Argwohns aus Deiner Bruſt ſchwinden und denke immer, daß Dein Sohn ein Caraffa iſt— noch aber haſt Du mir nicht Deinen Arg⸗ wohn näher angedeutet.
— Laß mich davon ſchweigen, ſagte der Herzog, dan Sohn in die Arme ſchließend, Alles, Alles iſt widerlegt, Du nennſt Dich mit Recht einen Caraffa und einem Sproſſen dieſes Geſchlechts läge jeder Verrath fern.
— Verrath?— wiederholte Giulio mit glühenden Blicken.
— Die Regierung hat Feinde, und ich zähle Dich zu dieſen.
— Geſetzt, es wäre ſo, könnteſt Du mich tadeln, wenn ich einer Regierung abhold bin, welche das Mark des Landes verzehrt? Neue Steuern, neue Unzufriedenheiten, Murren gegen die Re⸗ gierung, Verwünſchungen gegen den Adel, Drohungen gegen Beide, das iſt es, wovon wir täglich hören. Sollte ich Dir die Laſten herzählen, die man einem armen, halb ausgehungerten und immer noch treuem Volke auferlegt,— wollte ich Vesein⸗ anderſetzen, wie unverſtändig man dieſe Abgaben auswählt, betrügeriſch man ſie verpachtet, wie übermüthig man ſie einſun. melt—? Du weißt es ſelbſt zu gut, als daß ich Dich darin erſt wie einen Knaben unterrichten ſollte— ich weiß, Du biſt dem Könige treu, nichts deſto weniger aber kannſt Du Dir ver⸗ hehlen, daß Seine Majeſtät das Treiben ſeiner Räthe zu Neapel nicht billigen dürfte, und ich fürchte, er wird nur zu bald Urſache
die Herren zu verwünſchen, die ſo viel Unheil angerichtet, ſo viel Blut vergoſſ ſen, d viele Thränen erpreßt haben, ja, mein
Vater, 1 Pagſchale Nache ſch war heut Weib vu⸗ ſuchte, m der Häſch den Blick ſollen, hä ſchon heut
Der zu Boder
—nl Joche zer teten Vol
aus dem
die er ſe unter die menſchlich haͤngniß mit Sch häſſigſten Landes il können;
Neapolite
Abſcheu
Die nicht ein reicht, w ſchweigen
8
iu dem u 41 zog wit bieteric fort, g dic, d Git
—


