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Schweigen und die drei Anweſenden ſchienen ihren eigenen Be⸗ trachtungen nachzuhängen.
Schon ſenkte ſich die Dämmerung auf Land und Meer her⸗ nieder, im Südweſt zuckte ein Wetterleuchten durch die ſchwar⸗ zen Wolken und näher erbrauſte der Orkan.
—ᷣ Er wird nicht kommen, brach endlich der Herzog das düſtere Schweigen, faſt könnte ich ihm zürnen.
— Ihm zürnen, Vater, Deinem einzigen Sohne? Bleibt er heute fern, ſo wird ihn irgend ein Umſtand abgehalten haben, entgegnete Blanka mit ſanftem Vorwurf..
— Sehr wahr, fiel die Mutter ein, während ſie ſich dem Tiſche nahte, auf welchen während deſſen ein Diener zwei Arm⸗ leuchter mit brennenden Kerzen geſtellt hatte; die Uebrigen folg⸗ ten ihrem Beiſpiele und alle Drei nahmen Plaz. 4
— Ich zürne Giulio nicht, meine Lieben, begann der Her⸗ zog wieder, weil er trotz ſeines Verſprechens, zu uns zu kommen, zurückbleibt, es ſind andere, tiefer liegende Gründe.— Der Herzog ſchwieg, wie Einer, der nicht gern ein Geſpräch weiter führen will und verſank in dumpfes Hinbrüten.
Die peinliche Stille von vorhin war wieder eingetreten und Mutter wie Tochter mühten ſich vergebens den Herzog zu einem neuen Geſpräche zu bewegen und nahmen ihre Stickereien zur Hand.
Plötzlich ließ ſich draußen Geräuſch vernehmen, raſche Tritte näherten ſich und durch die haſtig aufgeriſſeßs Thür trat der Erwartete ein.
Nach den erſten Begrüßungen war die Stirn des Herzogs traurig, faſt finſter, während über das Antlitz des Sohnes gleich⸗ falls eine düſtere Wolke flog.
— Ich war mehrere Tage abweſend, mein Vater, nahm
iulio das Wort, Dein Empfang heute iſt nicht wie er mir ſonſt nach längerer Entfernung zu Theil wurde.
Statt der Antwort winkte der Herzog dem Sohne i in ein Nebengemach, welches von zwei Kerzen erhellt war.
— Giulio, nahm der Herzog das Wort, indem er dieſen mit ſcharfen Blicken fixirte, ich darf nicht länger über den Arg⸗
wohn ſcheiden⸗ der mein Herz beſchleicht und meine Seele er⸗ whütterr.— Giulio, Du biſt auf gefährlichem Wege—


