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— Don Herandez Ragazzo, murmelte eine der ſchmutzigen Geſtalten, dieſer gelbe Spanier, dieſer elende Rathgeber des Duca ſoll der Erſte ſein, deſſen Haupt von dem Blocke fällt, wenn die Stunde der Befreiung ſchlägt, und ſie darf nicht mehr lange auf ſich warten laſſen.
Kurzer Beſuch.
Auf einem der höchſten Gipfel zwiſchen Neapel und Salerno erhob ſich eines der vielen Schlöſſer des Herzogs⸗ Mattalone, Fürſten von Caraffa.
In einem der Zimmer des Schloſſes erblickte man die Familie
des Herzogs. Die Wände des hohen und großen Gemaches
waren mit koſtbaren ſeidenen Tapeten geſchmückt, und die Decke hatten erſt vor Kurzem ausgezeichnete Künſtler gemalt, die zur Zeit nach Neapel ſtrömten.
Der Herzog war ein Mann von etwa fünfzig Jahren, eine hohe und achtunggebietende Geſtalt, von ſtolzem aber freund⸗ lichem Weſen, der mehr das Anſehen eines Staatsmannes, als das eines Kriegers hatte.
Seine Stirn war breit und hoch, ſein Auge hell und blau, ſeine Wange ungebräunt, ſein Bart kurz und gekräuſelt und wie das Haupthaar zum Theil ergraut.
Er ſtand in einer Fenſtervertiefung neben ſeiner Tochter Blanka. Beide blickten hinaus ohne ein Wort mit einander zu wechſeln. dngs Blanka mochte etwa achtzehn Jahre zählen, ſie war von
mittlerer Größe, hatte ein bleiches, anmuthvolles Antlitz, tief blaue ſeelenvolle Augen, während dunkelblonde üppige Flechten
ſich wie ein Kranz um das Haupt zogen.
Am zweiten Fenſter ſtand die Gemahlin des Herzogs, eine
Dame von etwa vierzig Jahren, deren Antlitz noch deutlich alle
Spuren einer ehemals unübertrefflichen Schönheit trug. Auch
ihr Auge war auf die Landſchaft gerichtet; es herrſchte tiefes 8*
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