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geiſter. Sein Name iſt Uriel; die eine Hand faßt einen goldnen Pfeil aus des Herren Köcher, die an⸗ dre eine Fackel, am ewigen Blitze angezündet. Er ward vor dem Weltall nicht geboren, mit Eva trat er in's Daſeyn, im Augenblick, wo das erſte Weib dem jungen Tag das Auge öffnete. Es hat über den Flammencherubin der Menſchenmutter verfüh⸗ rungsvolle Reize, gemiſcht mit Mannesſchönheit des Menſchenvaters, die Schöpfermacht ergoſſen; gei⸗ ſtig iſt ſein Blick, ſein Lächeln iſt der Schaam ent⸗ liehen. Wen ſein Götterpfeil verwundet, wen ſeine Himmelsfackel zündet, der weiht freudig ſich des höchſten Heldenmuths Entſagungen, dem gefährlich— ſten Beginnen, den ſchmerzenvollſten Opfern.
Das Herz, das ſolche Wunde fühlt, kennt der Gefühle höchſte Zartheit; ſeine Liebe wächst in Thrä⸗ nen und überlebt befriedigte Begierden; ihm iſt ſie kein eng beſchränkter nicht'ger Trieb, ſie iſt ihm eine hohe, ſtrenge Leidenſchaft; ihr Zweck, unſterblichen Weſen das Daſeyn zu ſchenken.
Der Engel heil'ger Liebe entflammt im Herzen des Sohnes Laſthenes unbeſiegbare Gluten; der Chri⸗ ſtenbüßer fühlt unter dem Bußgewand ſich glühen, und ſeine Liebe huldigt einer Heidinn!— Das Andenken vergangner Fehler erfüllt Eudoros mit Unruhe, er beſorgt, in der erſten Jugend Sünden zurückzufallen; er will fliehen, der drohenden Gefahr entgehen, So ſchüttelt den Kopf in ſeiner Barke der erfahrungsreiche Fiſcher, wenn noch nicht des Sturmes


