Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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ſen an Indiens Geſtade. Dieſe Gränze zweier Wel⸗ ten mit Glanz bekrönend, ſtieg endlich die Sonne auf; lichtſtralend thronte ſie auf Sinais Gipfel, ein Bild, nur ſchwach, doch glanzerfüllt des Gottes, den Moſes einſt dort hoch auf jenem Berge ſah. Der Einſiedler nahm das Wort: Glaubensbekenner, blicke um dich her. Sieh dort den Orient, die Wiege aller Religionen und aller Erdumwälzungen hier das Egypten, das deinem Griechenlande zierdevolle Götter, das miß⸗ geſtaltete Götzen dem Indier gab da die Wüſte Sur, wo Moſes das Geſetz empfieng; in dieſen Ge genden iſt Chriſtus auch erſchienen und kommen wird der Tag, wo ein Sprößling Ismäels unter des Arabers Zelten wieder das Reich des Irrthums grün⸗ den wird. Auch der Moral geſchriebene Geſetze ſind Früchte dieſes üppigen Bodens. Es waren des Auf⸗ gangs Völker ſtets,(als würde eine große von ihren Vätern begonnenen Empörung: noch beſtraft,) Ty⸗ rannen unterworfen ſo iſt(ein wundervolles Ge genwürken!) bei der Sklavenkette die Moral entſproſ⸗ ſen, und aus der Leiden Heimath kam der Glaube. Auch Seſoſtris, Cambyſes, Alexanders, Cäſars Heere hat die Wüſte hier erblickt. Kommende Jahrhun⸗ derte, ihr werdet Heere dorthin führen, an Zahl nicht kleiner; Krieger, nicht weniger berühmt! Alle große Geſtaltungen, die dem Menſchenſtamm ſich eingeprägt, entquollen dieſem Lande, oder ſind in ſeinem Schoos verſchwunden. Übernatürlich waltet

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