Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
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Thränen, ein Schemel iſt das Unglück, zum Him⸗ mel aufzuſteigen.

Des Heiligen Gebet war kaum geendet, als mich ein ſüßer, tiefer Schlaf ergriff. Auf dem Aſchen⸗ lager entſchlummert' ich, das Paulus mehr als Kö⸗ nigspolſter galt. Die Sonne war am Ziele ihrer Bahn, als dem Lichte ich das Auge öffnete. Der Eremite ſprach:

Stehe auf, bete,, dann laß uns zum Ge⸗ bürge wallen!

Ich gehorchte; wir brachen auf. Länger als ſechs Stunden erklimmten wir ſteile Felſen; beim Ta⸗ gesanbruch hatten des Berges Colzim höchſten Gipfel wir erſtiegen.

Ein unermeßlich großer Horizont breitete im Kreiſe ſich um uns. Im Oſten des Horeb und des Sinai Gipfel, die Wüſte Sur, das rothe Meer; im Süden die Gebürgsketten der Thebais; im Norden die öden Flächen, wo die Hebräer Pharao verfolgte, und in Weſten, jenſeits der Sandwüſten, wo ich mich verirrte, Egyptens Segensthal⸗

Im Roſenlicht des Morgenroths, das am Him⸗ melsbogen des glückſelg'en Arabiens erglänzte; erſchim⸗ merte das Gemälde. Die Onagre, die Gazelle, der Strauß flogen über die Haide hin; mit bedächtigem

Tritt zogen die Kameele einer Karavane, durch den

verſtändigen Eſel geleitet, der ihnen Führer war.

Auf dem rothen Meere glitten Schiffe, mit Wohl gerüchen und Seide beladen, oder trugen einen Wei⸗