Teil eines Werkes 
1. Theil (1810)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

309

da hört Geſang ter? Ich bewohne hundert Jahre dieſe Grotte, und ſeit hundert Jahren habe ich zwei Menſchen nur geſe imm dei hen, dich heute und Anton, den Erben meiner Wüſte, der geſtern an meiner Thüre pochte, und morgen, ürb von mich zu begraben, wiederkehrt. ſovielPaul ſprachs, und holte in einer Felſenhölung tuug er b ein Brod vom reinſten Waizenmehle. Er ſagte mir, die Vorſehung ſende jeden Tag ihm dies zur Nahrung, kommen! und lud mich ein, mit ihm das Himmelsbrod zu bre⸗ Staube chen. Dann ſchlürften wir ein wenig Waſſers aus Stunde der hohlen Hand; nach dem genügſamen Mahle fragte inte noch, mich der Heilige, was in dieſe unwirthbare Wüſte nein Vru mich geführt. Er hörte meines Lebens traurige Ge⸗ ſchichte und ſprach: ich demEudoros, groß waren deine Fehler, doch alles üiſten der vermag zu ſühnen der Reue Herzensthräne. Nicht abſichtlos hat des Chriſtenthumes erſtes Keimen auf in Palm der ganzen Erde die Vorſicht dir gezeigt. Unter des eiten vin, Nordens Bären, in ſeinem Eiſe haſt du es gefunden; dre Quell hier in der Einſamkeit, unter Löwen, unter des Wen⸗ n Scheoſe dezirkels Gluten findeſt du es wieder. Kämpfer Chriſti, üt. An du biſt zu ſtreiten, zu ſiegen für den Glauben auser⸗ nir; der leſen. Gott, deſſen Wege unergründlich ſind, du ſhnuegt haſt in dieſe Grotte den jungen Beichtiger geführt, auf daß ich die Zukunft ihm enthülle, auf daß ſeines ifful N Glaubens Tiefen ich ihn ergründen lehre, und durch

die Gnade das Werk vollende, das die Natur begon⸗ nen. Ruhe hier den ganzen Tag, Eudoros: morgen, wenn empor die Sonne ſteigt, wollen zu Gott wir

Baut man 1

den Szep