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„Die Worte hatt' ich kaum geſprochen, da hoͤrt⸗ ich von einer Greiſenſtimme einen bibliſchen Geſang ertönen.
„O Chriſt,“ rief ich von neuem,„nimm dei— nen Bruder auf!“—
„Im Augenblick erſchien ein Greis, mürb von der Laſt des Alters; ſein Haupt ſchien Jahre, ſoviel wie Jacob, einſt, zu zälen— ein Gewand trug er aus Palmenblättern.
„Fremdling,“ ſprach er,„ſei willkommen! du ſiehſt hier einen Menſchen, der eben zum Staube kehren will. Meines ſeel'gen Schlummers Stunde iſt gekommen, doch kann ich, ein paar Momente noch, das Gaſtrecht dir gewähren.— Tritt ein, mein Bru⸗ der, in Paulus Grotte.“
„Von Ehrfurchtſchauern bebend folgt' ich dem Stifter des Chriſtenthums in den Sandwuͤſten der Thebais.
„Im Hintergrund der Grotte breitete ein Palm⸗ baum die verſchlungnen Zweige nach allen Seiten hin, und bildete eine Art von Vorhof, wo eine klare Quelle ſprudelte; ein kleiner Bach kehrte, aus ihrem Schooſe kaum entglitten, in der Erde Tiefen zurück. An den Rand der Quelle lagerte ſich Paul mit mir; der Löwe, der den Brunn Arabiens mir gezeigt, ſchmiegte ſich zu unſern Füßen.
„Fremdling,“ ſprach mit ſeel'ger Einfalt der Einſiedler nun:„wie geht es in der Welt? Baut man dort noch Städte? Welcher Herrſcher fuͤhrt den Szep⸗
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